48-Stunden-Neukölln
Das Festival „48 Stunden Neukölln“ wird seit 1999 in Regie des Kulturnetzwerkes Neukölln durchgeführt.
„Geboren aus einer Trotzreaktion gegen die Verzerrung der Neukölln-Realität in der Wahrnehmung durch die Medien, bündelten sich die kreativen Kräfte Neuköllns und versuchten, die kreativen Potenziale des Bezirks sichtbar zu machen, die der Künstler wie die der soziokulturellen Szenen in den Quartieren und Ortsteilen ...“
Diese Botschaft nach außen und nach innen erreichte ihre Adressaten, mittlerweile weit über Neukölln hinaus. Kaum eine Entwicklung hat so deutlich und so nachhaltig das Image des Bezirks Neukölln positiv verändert wie diese Präsentation und Sichtbarmachung der Konzentration von Künstlern und Kreativen in Nord-Neukölln. Sie wird wahrgenommen als Potenzial zu Veränderung und Zukunft. Im Laufe der Jahre haben sich die „48 Stunden“ zunehmend zu einem Künstlerfest in Selbstorganisation entwickelt, die Rolle der staatlichen oder bezirklichen Einrichtungen, die am Anfang bedeutend war, ist (par excellence im Sinne des Subsidiaritätsprinzips) zurückgegangen. Das Bezirksamt versucht so weit wie möglich die Rahmenbedingungen zu garantieren, die Kunst, die Inhalte sind von den Kulturproduzenten zu bestimmen. Damit hat das Bezirksamt seine im Grundgesetz gebotene Rolle als Förderer und Ermöglicher beispielhaft wahrgenommen.
Die „48 Stunden Neukölln“ wurden zum Signal und Symbol des Aufbruchs der Neuköllner Kulturlandschaft." (Dorothea Kolland, im Kulturentwicklungsplan Neukölln, 2009)
„Das Kunst-und Kulturfestival 48-Stunden-Neukölln 2008 mit dem Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft ausgezeichnet, stellt ein Paradebeispiel für engagierte und vernetzte Zusammenarbeit dar. An dem 1999 erstmals durchgeführten Festival beteiligen sich in zunehmenden Maße Künstler und Kulturschaffende, um an einem Wochenende im Juni in einer Art konzentrierter Leistungsschau das kreative Potenzial Neuköllns einer stetig wachsenden Besucherzahl zu präsentieren.“ (Selbstdarstellung Kulturnetzwerk Neukölln)
Die 48-Stunden-Neukölln 2010 verzeichneten einen Besucherrekord von 70.000 Menschen. Schrimherr war erstmals Kulturstaatssekretär André Schmitz.
