< Zurück

Dr. Günther Bodek

Günther Bodek wurde am 7. Mai 1895 in Berlin geboren. Er nahm als Soldat am 1. Weltkrieg teil. Nach dem Krieg studierte er Medizin in Freiburg und Göttingen. Ab 1924 paktizierte Dr. Günter Bodek in seiner Praxis in der Neuköllner Wildenbruchstraße 10. Nach Beginn der Diskriminierung, zeitweiliger Verhaftung und Verlust seiner Kassenzulassung bereitete Bodeks Familie die Emigration vor. Am 22. Dezember 1933 verließen sie Deutschland in Richtung San Feliu de Guixol (Spanien).

Im Spanischen Bürgerkrieg arbeitet Günther Bodek als Arzt der Internationalen Brigaden und baute ein großes Lazarett mit 1200 Betten in Benicasim auf. Hier übernahm er die Leitung und war verantwortlich für etwa 600 Ärzte, Pfleger und Schwestern.  Am 26. Juni 1937 starb Bodek im Alter von nur 42 Jahren an einer Infektionskrankheit. Er wurde als Kapitän der Internationalen Brigaden mit militärischen Ehren beigesetzt.

Die Witwe Bodeks verließ Spanien mit ihren zwei Söhnen nach den schweren Bombardements auf Barcelona Mitte März 1938 in Richtung Frankreich. Nach der deutschen Besetzung ging die Familie ins mexikanische Exil.

Quelle: Klaus Bodek, Neukölln - Spanien - Mexiko, Die Wege der Familie Bodek in: Zehn Brüder waren wir gewesen, Spuren jüdischen Lebens in Neukölln, Hr. Dorothea Kolland, S. 337. Berlin 19888, Edition Hentrich.