Martin Weise (1903-1943)
Martin Weise wurde am 12. Mai 1903 als Sohn eines Lehrers in Torgau geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Berlin, zuerst schloß er sich der bürgerlichen Wandervogel-Bewegung an, doch als Abiturient wurde er 1921 Mitglied der Kommunistischen Jugendbewegung Deutschlands und entwickelte sich hier zum aktiven Funktionär. 1927 trat er in die KPD ein.
Sein Studium der Geschichte und Philologie musste er aufgrund finanzieller Schwierigkeiten abbrechen. Er arbeitete in einer Versicherungsgesellschft, die ihn jedoch im Jahre 1928 wegen politischer Agitation entließ. Er wurde Mitglied im Neuköllner Erwerbslosenausschuss und 1929 Bezirksverordneter der KPD Neukölln. Seit dieser Zeit schrieb er Artikel für das KPD-Organ "Die rote Fahne" . Diese Tätigkeit setzte er nach 1933 illegal fort und wurde 1934 wegen seiner Beteiligung am Aufbau der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) erstmals verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1937 wurde er jedoch nicht entlassen, sondern aus der Haftanstalt Brandenburg ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Die Entlassung erfolgte im April 1939. Danach gab er zusammen mit seinen Genossen Wilhelm Guddorf, Walter Husemann und John Sieg die illegale Zeitung: "Die innere Front" heraus. Sie hielten auch Verbindungen zu Widerstandskämpfern der Schulze-Boysen/Harnack-Gruppe.
Durch Verrat fielen Martin Weise und seine Kampfgefährten am 1. Dezember 1942 der Gestapo in die Hände. Martin Weise wurde am 8. Oktober 1943 vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilt und am 15. November 1943 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.
wikipedia über Martin Weise
